Neckarschleifen

Ziele und Aufgaben des ILEK „Neckarschleifen“

Die Kommunen Lauffen a.N., Kirchheim a.N., Bönnigheim, Walheim, Gemmrigheim, Hessigheim, Mundelsheim, Ingersheim, Freiberg a.N. und Benningen a.N. erarbeiten derzeit für ihre Region an den Neckarschleifen ein Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept (ILEK). Der Fokus liegt dabei auf dem landschaftsprägenden Steillagenweinbau an den Hängen des mittleren Neckartals, der ein zentrales Element der historisch gewachsenen Kulturlandschaft bildet und auch für die Identität der Region von besonderer Bedeutung ist. Allerdings steckt der terrassierte Steillagenweinbau am Neckar – wie vielerorts in Mitteleuropa – in Zeiten globalisierter Weinvermarktung aufgrund des hohen Arbeitsaufwands in einer Rentabilitätskrise. Der schleichende Prozess der Nutzungsaufgabe und Verbuschung der Weinbergsterrassen droht sich in den nächsten Jahren drastisch zu beschleunigen.

Das ILEK soll einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen, um das Potenzial des Steillagenweinbaus nicht nur in ökonomischer und ökologischer, sondern auch in kulturhistorischer, touristischer und landschaftsbildprägender Hinsicht zu nutzen. 

Zielsetzung des ILEK ist, ...

  • eine nachhaltige und tragfähige Nutzung der terrassierten (Weinbau)Steillagen der Region.
  • das Kulturerbe und die attraktive Kulturlandschaft durch die Offenhaltung der Steillagen zu erhalten und dabei die Interessen und Potenziale von Naturschutz, Erholung und Tourismus mit einzubinden.
  • eine „interkommunale Allianz“ unterschiedlicher Akteursgruppen aufzubauen und über die Gemeindegrenzen hinweg zusammenzuarbeiten.
  • Nutzungskonflikte, die z.B. durch aufgegebene Rebflächen entstehen, zu lösen.
  • durch den Aufbau neuer Wertschöpfungsketten und den Erhalt von Arbeitsplätzen die regionalökonomische Basis zu sichern.

Aufgabe bei der Erstellung des ILEK ist, …

  • möglichst viele unterschiedliche kommunale und regionale Vertreter, Schlüsselakteure sowie die Bevölkerung aktiv in den Prozess einzubinden.
  • auf die Bedürfnisse und Vorstellungen der unterschiedlichen Akteure einzugehen und gemeinsam nach praktikablen Lösungen zu suchen.
  • Begeisterung für den Steillagenweinbau zu wecken und diesen mit vereinten Kräften als erhaltenswertes Landschaftselement, Identifikations- und regionales Alleinstellungsmerkmal zu erhalten.
  • sich gemeinsam auf Chancen und Probleme des terrassierten Steillagenweinbaus zu verständigen und Strategien für eine zukunftsfähige Entwicklung zu entwerfen.
  • Maßnahmen und Projekte zum Erhalt des Steillagenweinbaus mit den Akteuren vor Ort zu entwickeln und diese bei der Umsetzung aktiv einzubeziehen.