Neckarschleifen

Leitbild:

Wein.Kultur.Landschaft Neckarschleifen

Die Steillagen retten!

Die Weinbergterrassen an den Steilhängen des Neckartals sind ein jahrhundertealtes und landschaftsprägendes Kulturgut! Doch jetzt ist diese einzigartige Kulturlandschaft in Gefahr: Der Weinbau in den Terrassen ist sehr arbeitsaufwendig und oft nicht mehr rentabel; die Trockenmauern können zum Teil nicht mehr unterhalten werden. Die Kommunen haben sich mit dem ILEK Neckarschleifen zum Ziel gesetzt, einen Beitrag zur Rettung der Steillagen zu leisten und für diese Idee Partner zu gewinnen!

In vier Handlungsfeldern wurden zu gemeinsam festgelegten Entwicklungszielen konkreten Maßnahme, Aktivitäten und Schlüsselprojekten weiterentwickelt . Dazu dienten u.a. die die Akteurs- und Themenwerkstätten sowie die Bürgerabende.

Handlungsfelder:

Handlungsfeld 1: Steillagenweinbau als kulturelles Erbe und Imageträger der Region: Steillagenweine profilieren

Die Steilhänge der Neckarschleifen sollen als Spitzenlagen des Weinbaus weiterentwickelt und profiliert werden. So könnten Flaggschiffweine mit hohem Anspruch und als Imageträger entstehen. Mit der Instandsetzung von Weinbergterrassen und der Wiederbelebung brachgefallener Parzellen soll die Arbeit der Weinbauern unterstützt werden. 

Entwicklungsziel 1:  Die Weinbausteillagen werden als spezifische Terroirs und Spitzenlagen in Wert gesetzt und vermarktet; Steillagenweine werden als Flaggschiffweine ausgebaut

Entwicklungsziel 2: Die Weinbergterrassen werden effektiver genutzt und in Stand gesetzt

Entwicklungsziel 3: Das Ökokonto wird als Finanzierungsplattform für den Erhalt von Trockenmauern genutzt

 

Handlungsfeld 2: Die Wein.Kultur.Landschaft Neckarschleifen als Erlebnisraum und Tourismusdestination ausbauen

Die Weinkulturlandschaft liegt zwischen den Ballungsräumen Stuttgart und Heilbronn. Dies ist ein hervorragender Ausgangspunkt, die Neckarschleifen auch als Erlebnisraum, Ausflugsziel und touristische Destination zu profilieren. Das kulturelle Erbe der Terrassenweinberge und die dort hergestellten Weine werden in den Mittelpunkt der Marke Neckarschleifen gerückt. Gleichzeitig gilt es, die vielfältigen touristischen und kulturellen Angebote der Region miteinander zu verknüpfen. 

Entwicklungsziel 1: Für die Steillagen der Neckarschleifen wird ein gemeinsames touristisches Profil entwickelt und vermarktet

Entwicklungsziel 2: Die Steillagenlandschaft wird als kulturelles Erbe des Weinbaus präsentiert und mit den Weinen vermarktet

Entwicklungsziel 3: Das touristische Angebot der Region wird enger mit dem Steillagenweinbau verzahnt

Handlungsfeld 3: Weinbergsterrassen mit neuer Zukunft – innovative Nutzungen und Perspektiven für brachfallende Steillagen

Wo sich der Weinbau endgültig aus den Steillagen zurückzieht, sollen neue Perspektiven für die terrassierten Hänge des Neckars geschaffen werden. Eine Bereicherung der Kulturlandschaft könnte beispielsweise der Anbau von Heilkräutern, die Anlage von Obstzeilen oder die Umwandlung in Weinbergsgärten sein. Auch die Offenhaltung mit dem Schwerpunkt Naturschutz kann das Kulturgut der Trockenmauerterrassen erhalten. Selbst verbuschte Flächen lassen sich für das Naturerleben in Wert setzen.

Entwicklungsziel 1: Neue Nutzungen erhalten die Kulturlandschaft und setzen positive Impulse

Entwicklungsziel 2: Die terrassierte Kulturlandschaft wird durch Naturschutz offengehalten

Entwicklungsziel 3: Brachflächen werden als Naturschutzinseln und Erlebnisorte entwickelt

Handlungsfeld 4: Das Kulturerbe als Gemeinschaftsaufgabe – Bewusstsein schaffen, Partner finden und Sponsoren akquirieren

Mit dem kulturellen und landschaftlichen Erbe der Steillagenterrassen würde die Region ihre Identität verlieren! Vielen ist die prekäre Situation der Steillagen jedoch gar nicht bewusst. Daher gilt es, Aufmerksamkeit für die Weinbergterrassen zu wecken! Partnerschaften für den Steillagenweinbau müssen geschmiedet und Möglichkeiten zur aktiven oder finanziellen Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern sowie Wirtschaft angeboten werden. Auch der Naturschutz kann mit dem Instrument des Ökokontos bei der Sanierung der Trockenmauern mithelfen. 

Entwicklungsziel 1: Zahlreiche Partner aus dem öffentlichen Leben und der Wirtschaft beteiligen sich am Erhalt des Steillagenweinbaus

Entwicklungsziel 2: Innovative Möglichkeiten zur aktiven oder finanziellen Beteiligung am Steillagenweinbau unterstützen die Rentabilität und schaffen enge Bindungen zum Kulturerbe

Entwicklungsziel 3: Aktionen schaffen Bewusstsein für den Steillagenweinbau und sein Kulturerbe